MJML im Test: das E-Mail-Framework im Überblick
Sie suchen eine Lösung, mit der Sie responsive HTML-E-Mails mit weniger Code erstellen, Zeit sparen und responsive Marketingkampagnen produzieren? Dann könnte MJML das Richtige für Sie sein! In diesem Test erfahren Sie, was MJML ist, ob es zu Ihnen passt oder ob Sie sich besser nach Alternativen umsehen. Wir behandeln die E-Mail-Vorlagen von MJML, den E-Mail-Editor, die Unterstützung von E-Mail-Clients und mehr.
Die Funktionen von MJML im Test
Was ist MJML?
MJML steht für Mailjet Markup Language. Das Framework beschleunigt die Produktion von HTML-E-Mails dank einer Bibliothek fertiger Komponenten wie Text, Bild, Button, Spalte, Abschnitt und weiteren.
Wenn Sie sich ein wenig mit Code auskennen, sollten Sie MJML ausprobieren – die E-Mail-Produktion wird damit einfacher: Im Online-Editor von MJML können Sie die Komponentenbibliothek erkunden und die semantische Syntax von MJML voll ausnutzen. Die Plattform zeigt Ihnen eine Vorschau Ihrer HTML-E-Mail, bevor das fertige Ergebnis erzeugt wird.
MJML ist ein kostenloses Open-Source-Framework: Der Code hinter der Engine ist für alle einsehbar. Die MJML-Community teilt mit Begeisterung eigene Vorlagen, MJML-Komponenten und Tools, um die Plattform zu verbessern. Die Lösungen der Community stehen allen offen: Auf der Seite „Community“ finden Sie zum Beispiel viele nützliche Informationen – Links zu kostenlosen Tools auf GitHub und Chats, in denen Sie sich mit anderen Nutzern über MJML austauschen können.
Der E-Mail-Editor von MJML
Der E-Mail-Editor von MJML besteht aus zwei Bereichen: Im linken Bereich setzen Sie die Komponenten zu einer HTML-E-Mail zusammen, im rechten sehen Sie die Vorschau.
Im rechten Bereich sehen Sie, wie Ihre E-Mail auf dem Desktop und auf Mobilgeräten aussieht. Testen müssen Sie Ihre E-Mail-Kampagnen vor dem Versand trotzdem – vor allem, wenn Sie einen großen Verteiler haben.

Neben dem E-Mail-Editor von MJML können Sie die Engine auch herunterladen und offline auf Ihrem PC nutzen. Mit diesem Offline-Modus hebt sich das E-Mail-Framework MJML von der Konkurrenz ab.
Die Desktop-App von MJML
Wenn Sie MJML lokal auf Ihrem PC nutzen möchten, können Sie die MJML-App herunterladen. Einige Funktionen der MJML-App, die für Sie nützlich sein könnten:
- In der Desktop-App von MJML können Sie fertige MJML-Vorlagen durchsuchen und anpassen;
- Sie arbeiten offline mit Ihren Vorlagen;
- Sie sehen das Ergebnis Ihres Codes genau wie in der Online-App;
- Sie speichern Ihre E-Mail-Kampagnen für später;
- Sie versenden E-Mails direkt aus der MJML-App und prüfen, wie die Elemente dargestellt werden (für diese Funktion brauchen Sie ein Mailjet-Konto).
Wenn Sie lieber in Ihrem eigenen Code-Editor arbeiten: Für Editoren wie Visual Studio Code und Sublime Text gibt es MJML-Plugins. Diese Plugins kennen die Komponenten der Mailjet Markup Language, sodass sich der E-Mail-Text leichter bearbeiten lässt.
E-Mail-Vorlagen von MJML
MJML bietet rund 20 kostenlose E-Mail-Vorlagen für verschiedene Zwecke: Willkommenskampagnen, beliebte Anlässe wie Weihnachten und Black Friday, Kaufbelege und so weiter. Außerdem enthält die Bibliothek von MJML einige branchenspezifische Vorlagen, etwa für Immobilien, Ticketshops, Reisen und E-Commerce. Den E-Mail-Typ wählen Sie auf der Seite „Templates“ über spezielle Tags aus.
Die E-Mail-Vorlagen sind in der Mailjet Markup Language geschrieben, deshalb bearbeiten Sie sie am besten im E-Mail-Editor von MJML. Jede Vorlage lässt sich online öffnen und bearbeiten: Sie können die Komponenten der fertigen Vorlage direkt im MJML-Editor hinzufügen, ändern und löschen. MJML-Vorlagen sind eine gute Wahl, wenn Sie eine E-Mail nicht bei null beginnen möchten.
Die E-Mail-Vorlagen von MJML in der kostenlosen Galerie sind vollständig responsiv, Sie müssen sich also keine Sorgen machen, ob sie auf Mobilgeräten gut aussehen. Trotzdem empfehlen wir, E-Mail-Kampagnen aus MJML vor dem Versand an Ihre Empfänger zu testen.
MJML und E-Mail-Clients
Jede MJML-Komponente (Spalte, Text, Bild usw.) stellt bei jedem gängigen E-Mail-Client eigene Anforderungen. Bevor Sie eine MJML-E-Mail versenden, sollten Sie daher sicherstellen, dass die gewählten Komponenten in den E-Mail-Clients Ihrer Empfänger korrekt dargestellt werden.
MJML unterstützt die folgenden E-Mail-Clients (einzelne MJML-Komponenten allerdings nicht):
- Outlook;
- Apple Mail;
- Gmail;
- Yahoo Mail;
- Office 365.
Wie gut die Komponenten mit den einzelnen E-Mail-Clients zusammenspielen, sehen Sie in dieser Übersicht.
Alternativen und Konkurrenten zu MJML
Wie jede technische Lösung hat auch MJML Schwächen, die Sie über Alternativen nachdenken lassen könnten. Nutzer von MJML nennen folgende Nachteile des E-Mail-Frameworks:
- Manche E-Mail-Komponenten von MJML werden in bestimmten E-Mail-Clients nicht angezeigt (zum Beispiel Hintergrundbilder)
- Der von MJML erzeugte HTML-Code ist nicht immer so sauber, wie er sein könnte. Überflüssige Tags machen die Dateien größer und erhöhen das Fehlerrisiko.
- Für die Arbeit mit der Mailjet Markup Language, die Fehlersuche und die Kontrolle über die E-Mail-Produktion brauchen Sie solide HTML-Kenntnisse.
- Manche mit MJML erzeugte E-Mail-Elemente sehen in Outlook nicht gut aus.
Wenn Sie ein Open-Source-Framework für die E-Mail-Produktion suchen und sich mit HTML auskennen, gibt es viele Alternativen zu MJML, zum Beispiel:
- Foundation for Emails. Foundation for Emails bietet ähnliche Funktionen wie MJML: eigene Komponenten, eine Sammlung von E-Mail-Vorlagen und die Möglichkeit, responsive Kampagnen zu erstellen. Mit Foundation for Emails arbeiten Sie auf zwei Arten: in der CSS- oder in der Sass-Version. Einen E-Mail-Editor hat Foundation for Emails nicht – hier liegt MJML vorn.

- Maizzle. Das E-Mail-Framework Maizzle erzeugt HTML-E-Mails mit Tailwind CSS. Der Fokus liegt darauf, dass Nutzer E-Mail-Elemente anpassen: eigene Komponenten hinzufügen, E-Mails für Desktop oder Mobil optimieren und eigene Schriften einbinden. Anders als MJML hat Maizzle keinen E-Mail-Editor und keine kostenlosen Vorlagen.
Wenn HTML zu lernen gerade nicht auf Ihrer Liste steht, kommen als Alternativen zu MJML vielleicht Drag-and-drop-E-Mail-Editoren infrage. Ein paar Optionen für den Einstieg:
- Der Drag-and-drop-E-Mail-Builder Blocks. Blocks bietet Möglichkeiten für Marketer und Entwickler gleichermaßen. Wenn Sie von Code keine Ahnung haben, bearbeiten und gestalten Sie E-Mail-Vorlagen mit fertigen Elementen, ohne den Code anzufassen. Als erfahrener Entwickler wechseln Sie über die Schaltfläche „Code“ in der oberen Leiste in den Code-Modus und arbeiten direkt am HTML. Blocks erzeugt sauberen, responsiven HTML-Code, der in gängigen E-Mail-Clients gut dargestellt wird. Sie können es kostenlos testen.
- Der Drag-and-drop-Editor Knak. Knak ist ein beliebter Editor für E-Mails und Landingpages mit benutzerfreundlicher Oberfläche und Vorlagenbibliothek. Außerdem ist Knak vollständig mit gängigen ESPs und MAPs wie Eloqua, Marketo, Salesforce und weiteren integriert. Die Plattform eignet sich für kleine wie große Marketingteams. Fordern Sie eine Demo auf der Website von Knak an, um zu sehen, was sie kann.
- Das Drag-and-drop-Tool für E-Mail-Design Stripo. Mit Stripo erstellen Sie individuelle E-Mail-Vorlagen aus fertigen Modulen. Wenn Sie E-Mails nicht bei null beginnen möchten, hat Stripo eine große Vorlagengalerie: von E-Mails zu abgebrochenen Warenkörben bis zu Thanksgiving und St. Patrick’s Day. Stripo bietet Tarife für Einzelnutzer und für Unternehmen – da ist wahrscheinlich auch etwas für Sie dabei!
Wenn Sie weitere E-Mail-Frameworks kennenlernen möchten: Wir haben einen Vergleich der bekanntesten Lösungen zusammengestellt. Darin stellen wir ihre Vor- und Nachteile gegenüber, damit Sie entscheiden können, welche am besten zu Ihren Zielen passt.
Und falls Ihnen in diesem oder einem anderen Artikel unseres Blogs Fehler oder Ungereimtheiten auffallen, schreiben Sie uns gern an support@useblocks.io. Wir reagieren und korrigieren alles so schnell wie möglich.