Animierte E-Mails: 9 Tipps und 12 starke Beispiele
Onlinekommunikation ohne Animationen ist heute kaum vorstellbar. Wir nutzen sie täglich, um Gefühle auszudrücken, auf etwas zu reagieren oder sogar statt einer Textnachricht!
Kein Wunder, dass animierte GIFs längst auch in E-Mails angekommen sind. Dynamisch und lebendig, wie sie sind, können sie für Ihre Kampagnen Gold wert sein. Bevor Sie eine animierte E-Mail gestalten, gibt es allerdings einiges zu bedenken:
- Wann passt ein GIF in eine E-Mail?
- Wie fügt man ein GIF in eine E-Mail ein?
- Wie lang darf ein GIF sein?
- Was sollte es zeigen?
- Und vieles, vieles mehr.
Keine Sorge: Genau darum geht es in diesem Leitfaden. Erfahren Sie alles Wichtige über animierte GIFs in E-Mails und lernen Sie, wie Sie mit animierten E-Mails Ihre Kampagnen voranbringen und unvergesslich machen.
Animierte GIFs in E-Mails: Vor- und Nachteile
Fangen wir vorne an. Lohnt sich der Aufwand für animierte E-Mails wirklich? Vergleichen wir die Vor- und Nachteile von GIFs in E-Mails, um das herauszufinden.

Animierte GIFs bringen Ihren E-Mail-Kampagnen eine ganze Reihe von Vorteilen. Zum Beispiel:
- Sie bringen Bewegung ins Spiel. Der offensichtlichste Vorteil von Animationen: Sie beleben die Nachricht durch Bewegung. Animierte GIFs in E-Mails sind echte Blickfänger – sie ziehen die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich und lassen die Nachricht deutlich lebendiger wirken.
- Sie lockern den Text auf. Ihre Nur-Text-Nachricht wirkt zu trocken? Peppen Sie sie mit einer Animation auf (oder vermitteln Sie die Information gleich per GIF)! Normale Bilder funktionieren auch gut, aber mit animierten GIFs steigern Sie die Interaktion und illustrieren den Text noch ausdrucksstärker.
- Sie können Videos ersetzen. Greifen Sie zu einem animierten GIF, wenn Sie etwas Bewegung brauchen, ein langes Video aber zu viel wäre. Wenn ein paar Sekunden statt eines ganzen Videos genügen, übernimmt eine GIF-Animation diese Aufgabe genauso gut (wenn nicht besser).
Neben deutlichen Vorteilen bringen animierte GIFs in E-Mails aber auch spürbare Herausforderungen mit sich:
- Sie können schwer sein. Eine einzige GIF-Animation besteht aus vielen Einzelbildern. Je komplexer und umfangreicher diese sind, desto größer wird die GIF-Datei. Behalten Sie die Größe genau im Blick: Zu große Bestandteile einer E-Mail können Probleme bei der Zustellung und mit Spamfiltern verursachen.
- Sie werden nicht überall unterstützt. Heute unterstützt die große Mehrheit der E-Mail-Clients und Geräte animierte E-Mails. Trotzdem kann es Hürden geben. Nutzt der Empfänger etwa eine ältere Softwareversion (wie Outlook 2007–2016), bleiben animierte GIFs womöglich beim ersten Bild hängen oder laden gar nicht.
- Sie wirken manchmal fehl am Platz. GIFs passen nicht gleich gut zu allen Arten von E-Mails. Ist Ihre Nachricht ernst (oder förmlich) im Ton, können GIFs unprofessionell und mitunter sogar völlig unangebracht wirken.
Wann setze ich ein GIF in meiner E-Mail ein?
Nach dem Abwägen aller Vor- und Nachteile fragen Sie sich vielleicht: Gibt es Situationen, in denen GIFs nicht nur passen, sondern geradezu unverzichtbar sind? Klar – und nicht nur eine!
Animierte GIFs in E-Mails sind genau das Richtige, wenn Sie:
• Ihr Branding zeigen möchten. Mit GIFs zeigen Sie Ihren Markenstil und machen ihn unverwechselbar. Animationen erwecken Ihre Maskottchen zum Leben und bringen Bewegung in alle anderen Wiedererkennungsmerkmale.
Ein hervorragendes Beispiel ist diese animierte E-Mail von Headspace im vertrauten minimalistischen Stil der Marke.

• Neue Produkte vorstellen möchten. Mit animierten GIFs präsentieren Sie neue Produktlinien in ihrer ganzen Pracht! Nutzen Sie die Kraft der Animation, um Design, Möglichkeiten und Besonderheiten Ihrer Produkte so zu zeigen, wie es mit statischen Bildern nicht geht.
Ein tolles Beispiel für eine animierte E-Mail kommt von Warby Parker: Ein GIF demonstriert die neue Memory-Metal-Technologie für Brillen.

• Sales und Angebote ankündigen möchten. Wenn Ihre Ankündigungen herausstechen sollen, sind animierte E-Mails die richtige Wahl. Ob Feiertagsverkauf oder zeitlich begrenztes Angebot: Mit GIFs unterstreichen Sie den Anlass, machen Ihre Nachricht fesselnder und bewegen den Abonnenten zum Handeln.
So kündigt True Grit Texture Supply seinen „Snap Sale“ mit einem animierten GIF in der E-Mail an.

• Ihre Produkte in Aktion zeigen möchten. Animierte GIFs in E-Mails können als Anleitung für Ihre Produkte dienen oder dynamische Vorher-nachher-Vergleiche zeigen. Erstellen Sie dafür einen kurzen animierten Clip (oder nutzen Sie kurze Realaufnahmen) und zeigen Sie Ihre Produkte von ihrer besten Seite.
Die animierte E-Mail von Rael zum Beispiel enthält ein GIF, das die Anwendung einer Tuchmaske fürs Gesicht zeigt.

Woher bekomme ich ein GIF für meine E-Mail?
Sehen wir uns nun an, woher Sie den wichtigsten Bestandteil Ihrer animierten E-Mail bekommen: das GIF selbst. Dafür gibt es 3 Möglichkeiten:
1. Mit Blocks. Unser leistungsstarker E-Mail-Builder bietet eine riesige Bibliothek kostenloser GIFs für jeden Anlass! Öffnen Sie einfach den Bereich „GIF“ im Bildzentrum, geben Sie einen Suchbegriff ein und wählen Sie die Animation, die Ihnen am besten gefällt.

Sie möchten ein eigenes animiertes GIF in Ihre E-Mail einbauen? Nichts leichter als das! Sobald Ihre GIF-Datei fertig ist, ziehen Sie sie per Drag-and-drop direkt ins Bildzentrum, laden sie aus einem Ordner auf Ihrem Computer hoch oder fügen eine URL ein, die zu Ihrer Animation führt.

2. Über externe Dienste. Hervorragende GIFs finden Sie auch bei spezialisierten Diensten wie GIPHY oder sogar über die Google-Suche! Das spart Zeit, allerdings sollten Sie 2 Dinge beachten:
- Ohne Markenelemente fehlt solchen GIFs natürlich die Individualität. Andererseits sind sie eine gute Wahl, wenn Sie die Nachricht einfach auflockern oder Emotionen transportieren möchten.
- Manche GIFs aus der Google-Suche (und anderen Suchmaschinen) sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht frei verwendet werden. Prüfen Sie das, bevor Sie ein GIF in eine E-Mail einbauen, um keine Urheberrechte zu verletzen.
Ein anschauliches Beispiel für diesen Ansatz: Heatonist illustriert seine Willkommens-E-Mail mit einem animierten Ausschnitt aus den Simpsons.

3. Eigene GIFs erstellen. Maßgeschneiderte Animationen sind der einzige Weg, wenn Sie Ihr Branding, Ihre Angebote und andere exklusive Details zeigen möchten. Zum Glück gibt es jede Menge Programme und Dienste dafür, darunter das bereits erwähnte GIPHY, Photoshop und viele mehr!
9 Tipps für animierte E-Mails
Bereit für Ihre animierten E-Mails? Wir helfen Ihnen, das Beste daraus zu machen! Mit diesen 9 wirksamen Tipps gewinnen Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Abonnenten und bleiben im E-Mail-Marketing ganz vorne.
Klären Sie, ob Ihre E-Mail ein GIF braucht
GIFs sind großartig (und können die Klickrate um 26% steigern), aber das heißt nicht, dass Sie sie ständig einsetzen müssen. Ein animiertes GIF in Ihrer E-Mail braucht einen Zweck. Sonst ist es nur eine riesige Verschwendung von Zeit, Platz und Ressourcen.
Achten Sie auf die Dateigröße
Wenn Sie ein animiertes GIF für Ihre E-Mail erstellen oder auswählen, achten Sie darauf, dass es nicht zu groß ist. Schwere Inhalte können Ihrer Kampagne auf mehrere Arten schaden. Zum Beispiel:
- Die Größe der Inhalte beeinflusst die Ladezeit Ihrer E-Mail – besonders spürbar bei langsamer Verbindung. Außerdem freuen sich Empfänger mit begrenztem Datenvolumen ganz sicher nicht, wenn eine einzige E-Mail einen Großteil davon verbraucht.
- E-Mail-Clients stufen schwere E-Mails womöglich als verdächtig ein. Halten Sie die Größe der Inhalte im Rahmen, damit keine Sicherheitsfilter anschlagen und Ihre E-Mail nicht im Spamordner landet.
Idealerweise bleibt Ihr animiertes GIF unter 1MB. So lädt es schnell und schont das mobile Datenvolumen.
Ein gutes Beispiel liefert Cat Person: Das GIF in der E-Mail ist schlicht und leicht, wirkt aber trotzdem lebendig.

Vermeiden Sie zu viel Komplexität
Es geht nicht nur um die Größe: GIF ist ein komprimiertes Dateiformat, und sehr detailreiche Bilder leiden schnell unter Artefakten und Qualitätsverlust. Halten Sie das GIF für Ihre E-Mail deshalb schlicht, ohne Unmengen an Einzelbildern und überladene Grafiken.
Alternativ können Sie auch nur einen Teil Ihres GIFs animieren (etwa den Hintergrund oder ein bestimmtes Element). Das spart Zeit und hebt wichtige Details der Nachricht hervor.
Sehen Sie sich diese dezente, aber hervorragende animierte E-Mail der New York Times an, die ihre Mobile-App vorstellt.

Denken Sie an die Farbgrenze
Typische GIFs sind auf 256 Farben pro Einzelbild begrenzt. Zum Vergleich: JPEG unterstützt bis zu 16 Millionen Farben und Abstufungen. Behalten Sie das im Hinterkopf, denn ein statisches Bild mit Hunderten von Farben wirkt als GIF einfach nicht mehr so leuchtend.
Vereinfachte Formen in einfarbigen Flächen ohne Verläufe funktionieren in GIF-Animationen dagegen hervorragend. Ein schönes Beispiel liefert Pelago: Die Animation kommt mit nur 4 Farben (Weiß, Schwarz, Grau und Gelb) vor blauem Hintergrund aus.

Setzen Sie auf das erste Bild
Es mag überraschen, aber bei animierten GIFs in E-Mails spielt das erste Bild eine sehr wichtige Rolle. Manchmal bleibt es sichtbar, selbst wenn die Animation nicht lädt. Deshalb:
- Wenn Sie etwas Wichtiges mitzuteilen haben, gehört es ins erste Bild Ihres GIFs;
- gestalten Sie das erste Bild so, dass es auch für sich allein funktioniert (etwa als Bild Ihres neuen Produkts). Bleibt die Animation hängen, ist es trotzdem ein Hingucker.
In diesem Beispiel einer animierten Reaktivierungs-E-Mail von Zoom kann das erste Bild als eigenständiges Motiv dienen, falls der Rest nicht lädt.

Halten Sie die Länge im Rahmen
Da die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne (ob Sie es glauben oder nicht!) nur 8 Sekunden beträgt, sollte das GIF in Ihrer E-Mail eher kurz sein.
Doch wie lang darf ein GIF in einer E-Mail genau sein? Technisch gibt es keine Obergrenze für die Zahl der Einzelbilder in einem GIF. Mit Blick auf die Aufmerksamkeitsspanne (und darauf, dass jedes Bild die Datei vergrößert) empfehlen wir für die beste Wirkung etwa 2 bis 6 Sekunden.
In dieser animierten E-Mail von Artsy etwa besteht das GIF aus nur 3 Einzelbildern und vermittelt alle nötigen Informationen in wenigen Sekunden.

Erzeugen Sie Dringlichkeit mit Animationen
Sie suchen nach einer Möglichkeit, noch mehr Interaktion zu erzielen? Bauen Sie ein besonderes GIF in Ihre E-Mail ein und erzeugen Sie ein Gefühl von Dringlichkeit! Zum Beispiel:
- Zeigen Sie eine Uhr mit laufenden Zeigern. Dieses kleine Detail vermittelt das Gefühl, dass die Zeit abläuft;
- erstellen Sie einen Countdown-Timer. Das ist die direktere Variante: Er zeigt genau, wie viel Zeit noch bleibt, und verstärkt die Dringlichkeit zusätzlich.
So macht es Restream in seiner animierten E-Mail: Die Nachricht zum „Final Countdown“ wird von einem Timer und dem Text „This time running out“ begleitet.

Übertreiben Sie es nicht mit GIFs
Wir wissen bereits, wie wichtig es ist, Größe und Länge animierter GIFs in E-Mails im Rahmen zu halten. Dasselbe gilt für ihre Anzahl.
Ideal ist höchstens 1 GIF pro E-Mail (oder ein paar schlichte Animationen). Zu viele GIFs schaden der Optik Ihrer E-Mail, machen sie schwer und wirken schnell nervig.
Hier ein Beispiel für eine Empfehlungs-E-Mail von Postable mit nur 1 (dafür sehr auffälligen) animierten GIF.

Testen Sie Ihre E-Mails und fügen Sie Alt-Text hinzu
Zum Schluss sollten Sie Ihrem GIF einen Alt-Text geben. Dieses scheinbar kleine Detail hilft aus 2 Gründen:
- Lädt die Animation nicht (oder unterstützt der E-Mail-Client sie nicht), springt der Alt-Text als „Sicherheitsnetz“ ein und wird stattdessen angezeigt;
- dank Alt-Text bleiben die Inhalte Ihrer E-Mail auch für sehbehinderte Empfänger mit Screenreader zugänglich.
Und natürlich sollten Sie Ihre animierten E-Mails in verschiedenen E-Mail-Clients und auf verschiedenen Geräten testen, bevor Sie sie einsetzen. Beheben Sie alle Probleme, damit Ihre Empfänger das bestmögliche Erlebnis haben.
Fazit
Klug gestaltet und gezielt eingesetzt, können animierte GIFs in E-Mails Ihrer Kampagne enorm nützen. Diese Kernpunkte sind Ihr praktischer Spickzettel, wenn Sie animierte E-Mails erstellen:
- Bevor Sie ein animiertes GIF in Ihre E-Mail einbauen, klären Sie seinen Zweck – und ob Sie überhaupt ein GIF brauchen;
- bleiben Sie bei 1 GIF pro E-Mail;
- halten Sie Ihr GIF leicht und nicht zu komplex;
- denken Sie an die Farbgrenze und gestalten Sie Ihre GIFs entsprechend;
- achten Sie besonders auf das erste Bild Ihres GIFs;
- nutzen Sie GIFs, um Dringlichkeit zu erzeugen und Abonnenten zum Handeln zu bewegen;
- testen Sie Ihre animierten E-Mails und fügen Sie Alt-Text hinzu.
Ob Sie eine ehrgeizige Idee umsetzen oder Ihre Nachricht einfach mit einer witzigen Animation aufpeppen möchten: Blocks wird Ihr unverzichtbarer Helfer! Registrieren Sie sich kostenlos und gestalten Sie in wenigen Minuten hervorragende animierte E-Mails.